KATHARINA  MÖRTH       -SKULPTURen-      -Video-


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Thema dieser verschlungenen Form - die aus einem einzelnen Lärchenstamm enstand- war Natur in Bewegung.

Durch Brennen und Wachsen habe ich dem Holz die schwarze Farbe gegeben und es anschließend mit ein paar Stücken zerschnittener Ski kombiniert. In die einzelnen Skiplatten habe ich Ansichten österreichischer Gletscher geritzt. Bis 2017 ist diese Skulptur im Rahmen einer Ausstellung am Berg in Fiss/ Tirol zu besichtigen.

Flow Gartenobjekt Garten Skulptur metal Metall Katharina Mörth Skulptur Sculpture moderne Kunst

Ist eine Metallskulptur, die ich im Rahmen eines Bildhauer Symposiums am Zürichsee angefangen und anschließend fertiggestellt habe.

Inspiration war ein Ausschnitt der kartographischen Ansicht des Zürichsee.
Hammerschlag für Hammerschlag wurde jedes Stück einzeln verformt und erzählt nun von Liebe, Freundschaft, Glück, Begegnung und Abschied.

Flow - der Fluss des Lebens und mentale Zustand völliger Vertiefung.
Die Lackierung ist derzeit die hochwirksame Rostschutzfarbe International Orange,(früher: Bleimennig) die auch für die Golden Gate Bridge verwendet wurde.

Je nach Standort, kann die Farbe aber auch auf Wunsch verändert werden.

Fledermaus Holzskulptur Katharina Mörth Glarus Glanerland

Nachdem Frauen bei Symposien meist in der Minderheit sind, organisierte Jacky Orler 2015 das 1te Frauen-Bildhauer-Symposium im Glanerland.

Gemeinsam arbeiteten wir zu dem vorgegebenen Thema:„ Flora und Fauna der Bergwelt“. In der Schweiz gibt es 30 Fledermausarten,

wovon viele vom Aussterben bedroht sind. Eine davon, begegnete mir am ersten Abend.

Kokon Gartenobjekt Garten Skulptur Holz wood Katharina Mörth Skulptur Sculpture moderne Kunst Art sculpture network oak Eiche Bildhauerei

Diese Skulptur  ist im Rahmen des internationalen Bildhauersymposium in Rinkoebing/Dänemark entstanden, wo sie jetzt im öffentlichen Raum

zu besichtigen ist. Schlagworte wie Adaptation bzw. Assimilation und Akkommodation, Differenzierung und Abstraktion

haben mich auf das Konzept einer ausgehöhlten Holzskulptur gebracht.

Baum Hülle Umhüllung Holz Gartenobjekt Garten Skulptur Katharina Mörth Skulptur Sculpture moderne Kunst Art sculpture network

In meinen Arbeiten beschäftige ich mich viel mit den Themen: Raum-Umraum-Hülle-Kokon. Bei dieser Arbeit war es mir ein Anliegen,

von dem großen, schweren Lärchenstamm nur eine filigrane Hülle stehen zu lassen. Sozusagen die Haut des Baumes.

Der Holzoberfläche habe ich durch Brennen und Wachsen eine eigenen Struktur verliehen.

Durch die verschiedenen Durchbrüche enstand für mich eine Verbindung von Raum und Umraum,die einen focusierten Blick auf die schöne

Landschaft des Glanerland freigibt. Am Tag der Vernissage, quetschte ich mich selbst in diese Baumhülle.

Eine Stunde war ich gefangen in meinem eigenen Kunstwerk, bis ich letztendlich wieder den richtigen Weg hinaus gefunden habe.

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Aus einem 1 Tonne schweren Eichenzwiesel arbeitete ich in einem ehemaligen Abbruchgelände, welches sich mittlerweile in ein Natur-Kulturerlebnis verwandelt hat, diese aufstrebende organische Form, die sich zwar von Ihrer Umgebung abhebt, aber dennoch mit ihr harmoniert.
Der Dualismus der Dinge, sowie Verstrickungen zwischenmenschlicher Beziehungen sind Kernthema dieser Arbeit.
Es gibt kein Du ohne Ich und kein Wir ohne uns.

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Im Rahmen der Holzart XVIII enstand die Installation Adam und Eva und die verbotenen Früchte. Der Maler Lucas Cranach der Ältere wurde 1472

in Kronach geboren. Seine verschiedenen Adam und Eva Darstellungen inspirierten mich zu diesem Thema.
Von Juli bis Oktober 2014 war die Installation auf der Festung Rosenberg zu besichtigen.

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Im Fernsehen gesehene „ typisch amerikanische Timbersport und Kettensägenwettbewerbe“lösten eine Faszination bei mir aus. Ein grauer, kalter

Wintertag in Wien hat mich letztendlich dazu veranlasst,eine Bewerbung für die US-Open zu schreiben. Tatsächlich wurde ich eingeladen, als einzige Frau

mit 9 Männern anzutreten. Eine Herrausforderung, für die ich mir einen Monat vorher erstmals eine Benzinmotorsäge kaufte.

Das Thema des Wettbewerbes war: Wildlife. Ich entschied mich dazu, anstatt eines Grizzleybären oder Adler

vom Aussterben bedrohte Tiere in Amerika zu schnitzen. 2013 wurde der Eisbär aktuell als gefährdet eingestuft.

Auch einige Krokodilarten, Kaimane, sowie der Gelbfuss-Regenpfeifer- eine in Amerika lebende Vogelart.
Die Arbeitszeiten waren sehr strikt geregelt. Erlaubt waren nur Motorsäge und Winkelschleifer.

Insgesamt hatten wir innerhalb von 3,5 Tagen 23 Arbeitsstunden zu Verfügung.

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Der Duck-Creek Kettensägenwettbewerb war der Aufwärmwettbewerb zu den US-Open. Zum Thema, amerikanische Eingeborene, werden meist

Indianerköpfe, Adler, Bären, Schildkröten und Wölfe geschnitzt. Ich hatte mir vorgenommen, das Thema etwas freier zu gestalten.
So entwickelte ich in 21 Stunden eine farbige Bank, deren Grundformen, Ausschnitte aus alten indianischen Mustern sind.
Zur Verwunderung des Publikums, erarbeitete ich eine abstrakte Form, die ich auch noch bunt anmalte.

Für die Ausstellung „Familienerbteil“ im Schloss Mistelbach entstand das Objekt „Atzel“. Durch ein spezielles Stecksystem hat das Objekt mehrere Anwendungsmöglichkeiten und lässt sich von der Bank, zum Tisch, zur Schaukel, bis hin zum Sarg umbauen.
Ein Lebensbegleitend des Wohnobjekt, das sich aber mit dem Erben verändern kann. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Muzak wurde diese Arbeit in Filmsequenzen aufgenommen und mit Ausschnitten alten Super 8 Aufnahmen meines Vaters kombiniert.

Enstanden sind eine Art Werbeaufnahmen die für die Ausstellung in dem Filmprojekt: von Muzak zwischengeschaltet sind.

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“Sabine Capek und Katharina Mörth schaffen in einer verfallenen Grube ein bizarres Ambiente mit metallenen Kokons und Holzarbeiten“

mit diesen Worten beschrieb Jens Rönau 2005 in der Zeitschrift Kunstforum International (2005/179) unsere eigens für die Nordart konzipierte Gemeinschaftsarbeit, sehr treffend. Das Gelände der einstigen Eisengießerei war für mich ein herausforderndes Umfeld,

um meine Metallarbeiten in die dominante Umgebung zu integrieren und eine skurrile Atmosphäre zu inszenieren.
Die im Kontext zum Raum und zueinander arrangierten Arbeiten thematisierten Schutzbedürftigkeit, Erneuerung
sowie Verwandlung und sollten dadurch den vom Verfall gezeichneten Hallen einen neuen Charakter verleihen.

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Für dieses kokonartige Gebilde habe ich gusseiserne Gitterroste alter Gasherde zusammengeschweißt.
Als Aktion bin ich dem Kokon aus Industrieabfällen entschlüpft, welches vorher in das von der Natur zurückerobertem Gelände

der ehemaligen Straßenbahnremise Stammersdorf integriert wurde.
Thematisch setzt sich diese Arbeit mit dem Mensch im Kontext zu seinem Lebensraum,
was ist privater Raum und was öffentlicher Raum, dem Individuum im Bezug auf die Gesellschaft und der globalen Überindustrialisierung auseinander.

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„In meinem Weltbild gibt es ein großes Außen und ein ebenso großes Innen, und zwischen diesen Polen steht mir der Mensch, bald dem einen, bald dem

anderen zugewandt, um je nach Temperament und Veranlagung bald das eine, bald das andere für die absolute Wahrheit

zu halten und je nachdem das eine für das andere zu leugnen oder zu opfern“ (Jung, Carl Gustav)
Diese Gedanken brachten mich zum Thema „Kokon“. Die Schmetterlingspuppe ist in verschiedenen Kulturen auch ein Symbol der Verwandlung,

ein Sinnbild für die schutzbedürftige und häufig zurückgezogene Verfassung des Menschen vor der Schwelle zu einer neuen Reifestufe.

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Mein Ziel war es, diesem menschlichen Kokon eine eigene Form zu geben. Nach skizzenartigen Fotografien eines verhüllten Menschen entstand

eine Serie von geschlossenen Skulpturen aus Stahlblech. Es war mir wichtig, diese organischen, in sich geschlossenen Formen zu durchbrechen.

Zum einen zeigen die Löcher, dass diese starren Hüllen nicht zwingend ein beengender Panzer sind, aus dem das „Schlüpfen“ nur schwer möglich ist.

Zum anderen stellen sie eine Verbindung von dem in der Hülle befindlichem Individuum und seiner Umwelt her.

Ein Austausch zwischen dem Ich und der Außenwelt wird potentiell und damit dem Einzelnen die Frage gestellt,

ob eine Symbiose mit seiner Umwelt wirklich möglich ist, wenn er sich aus seinem Kokon wagt.


Katharina Mörth   -Handwerkliche Ausbildung-

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 ka.moerth(et)gmail.com